FACHÄRZTE FÜR MUND-, KIEFER- UND GESICHTSCHIRURGIE

PLASTISCH-ÄSTHETISCHE UND REKONSTRUKTIVE GESICHTSCHIRURGIE

DENTO-MAXILLOFACIALE RADIOLOGIE UND VIRTUELLE PLANUNG

Dr. Dr. med. T. Bottler — Dr. Dr. med. M. Baltensperger — Dr. Dr. med. R. Lebeda — Dr.(Gr) Dr. med.dent. (F) H. Thuau FRCS(omfs) — PD Dr. med. W. Engelke
Falken Mellingerstrasse 2a, CH-5400 Baden
Tel. +41 56 222 99 90, Fax +41 56 222 99 86, baden@kiefergesichtschirurgie.ch

Kiefer / Profil

Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht, der irgendeinem gefällt.Christian Friedrich Hebbel, Dramatiker und Lyriker (1813 - 1863)

Die Gestalt und das Profil eines Gesichts werden maßgeblich durch seine darunterliegende Knochenstruktur bestimmt. Es sind die verschiedenen Teile des Gesichtsschädels (Oberkiefer und Unterkiefer inklusive Zahnbögen, Jochbeine, Nase und Stirn) welche dem Gesicht seine Form, seine Identität und schlussendlich seinen Charakter geben. Es liegt deshalb auf der Hand, dass hinter einem Gesicht / Profil, welches als ästhetisch empfunden wird, sich entsprechend auch ein harmonisches Skelett befinden muss. Im umgekehrten Fall wirken sich Fehlstellungen des Gesichtsschädels (meist durch eine Wachstumsstörung oder als Folge eines Traumas bedingt) oftmals ungünstig auf die Gesichtsharmonie aus.

Das harmonische Gesichtsprofil in der Kiefer- und Gesichtschirurgie

In den verschiedenen Kulturen und Zeitepochen haben sich vor allem gerade Gesichtsprofile als besonders erstrebenswerte ästhetische Ideale etabliert. Dabei unterscheidet man, abhängig von der Lage des Ober- und Unterkiefers, im Wesentlichen 3 Typen von geraden Gesichtsprofilen:

  • Das gerade Vorgesicht (Anteprofile / Anteface)
  • Das gerade vertikale Gesicht (vertical Profile / vertical Face)
  • Das gerade Rückgesicht (Retroprofile / Retroface)

Insbesondere das gerade Vorgesicht (Anteprofile / Anteface) gilt in unserer Kultur dabei als Maxime des Schönheitsideals, was sich auch in Film, Kunst, Werbung und anderen Medien widerspiegelt.

Erklärungsbild

Behandlungen

Die moderne Kiefer- und Gesichtschirurgie versucht ein möglichst harmonisches Gesichtsprofil durch Veränderungen des knöchernen Skeletts (Gesichtsschädel) zu erzielen. Dabei können, in unterschiedlichem Masse, sämtliche Teile des Gesichtsschädels chirurgisch vergrößert, verkleinert, verschoben oder modelliert werden um dieses Ziel zu erreichen (Abbildung 2).
Die veränderten und neupositionierten Knochen des Gesichtsschädels werden dann mit kleinen Titan-Platten und Schrauben fixiert. Nach etwa 6 Wochen ist der versetzte Knochen dann in der neuen Position vollständig und stabil verheilt.
Diese operativen Eingriffe erfolgen in der Regel durch den Mund, so dass keine sichtbaren Narben im Gesicht entstehen. Sämtliche Eingriffe zur chirurgischen Gesichts- und Profilkorrektur werden vor der Operation mit verschiedenen Simulationsverfahren genauestens vorausgeplant und mit dem Patienten eingehend besprochen.

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Anästhesie, Klinikaufenthalt

Viele dieser Eingriffe können durch moderne Operationsmethoden und Anästhesietechniken ambulant durchgeführt werden. Grössere, ausgedehntere Eingriffe benötigen bisweilen eine kurzzeitige Hospitalisation von 2-3 Tagen.

(Vor-)Verlagerung des Oberkiefers

Bei der (Vor-)Verlagerung wird der Oberkiefer (Maxilla) in der Regel nach vorne verschoben und kann dabei wenn nötig auch geschwenkt werden um beispielsweise um eine unvorteilhafte Mittelgesichtsrücklage oder einen offenen Biss zu schließen. Der Oberkiefer kann auch, so nötig, vertikal verschoben werden. So kann bei zu starker Zahnfleischexposition (Gummy Smile) der Oberkiefer höher gesetzt werden. Oder im Umgekehrten Fall, bei zu geringer Zahnexposition beim Lachen, der Oberkiefer tiefer positioniert werden.
In den meisten Fällen wird in der gleichen Operation der Unterkiefer ebenfalls verschoben, damit nebst der Harmonisierung des Profils auch eine allfällige Bissfehlstellung erzielt werden kann. Mit einer Vorverlagerung des Oberkiefers kann flaches Mittelgesicht ausgefüllt und ein gerades Vorgesicht kreiert werden.

Vor- / Rückverlagerung des Unterkiefers

Der Unterkiefer (Mandibula) kann chirurgisch sowohl verkürzt, verlängert, als auch geschwenkt werden. Dabei wird der Unterkiefer einzeln oder zusammen mit dem Oberkiefer so versetzt, dass ein gerades Gesichtsprofil, in der Regel ein gerades Vorgesicht (Abbildung 1) entsteht. Dabei werden die Weichteile des unteren Gesichtsdrittels und des Halses gestrafft, was auch als „internes Facelift“ bezeichnet wird.

Konturierung des Unterkieferrandes / Kieferwinkels - Jaw Line Surgery

Falls nötig, kann der Unterkieferrand (Jaw Line) akzentuiert, verbreitert oder verschmälert werden. In Kombination mit Weichteilkorrekturen am Hals kann dabei oftmals das Ergebnis noch akzentuiert erden.

Konturierung (Verbreiterung, Verschmälerung) der Wangenknochen

Prominente Wangenknochen gelten als besonders ästhetisch. Durch Versetzten der Wangenknochen (Jochbeine) können diese ebenfalls akzentuiert werden. Im umgekehrten Fall kann ein zu breites Mittelgesicht verschmälert werden.

Nasenkorrektur (Rhinoplastik)

Die Nase stellt ein zentrales Element des Gesichts / Profils dar. Nasenform und Größe können durch Techniken der modernen Nasenchirurgie (Rhinoplastik) verändert werden. Oftmals ist aber die Größe der Nase nur ein relatives Problem. So kann nach Korrektur der Kieferposition (Beispielsweise bei deutlicher Kinn- und Unterkieferrücklage) eine etwas größere Nase durchaus zum neuen Gesichtsprofil passen.

Gesichtsrotation

Bei ausgeprägten Asymmetrien und Störungen des Gesichtsprofils sind bisweilen größere Korrekturen am Gesichtsschädelskelett notwendig. Dabei werden die oben erwähnten Eingriffe miteinander kombiniert um das optimale Harmonie des Gesichts / Profils zu erzielen.


Narkose Normalerweise werden Operationen zur Profilkorrektur in Vollnarkose durchgeführt. Kleinere, ausgewählte Eingriffe können in gewissen Fällen auch im Dämmerschlaf oder unter lokaler Betäubung vorgenommen werden
Operationszeit Oberkiefer 1-2 Stunden
Unterkiefer 1-2 Stunden
Kinn 1-2 Stunden
Jochbein 2 Stunden / Seite
Nasenkorrektur 2 bis 3 stunden
Jaw Line Surgery 1-2 Stunden
Gesichtsrotation 3 bis 5 Stunden je nach Aufwand
Spitalsaufenthalt Kinn- und Nasenkorrekturen sowie Jaw Line Surgery werden zu meist ambulant durchgeführt. Operationen mit Verlagerungen des Ober- und/oder Unterkiefers bedürfen in der Regel eines Spitalaufenthalts von 2-3 Tagen.
Arbeitsunfähigkeit 1 - 2 Wochen
Gesellschaftsfähigkeit 1 - 3 Wochen
Nachbehandlung Kühlen, körperliche Schonung, Entfernung des Nahtmaterials nach 10-14 Tagen
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